Das Material



Paulus Dom zu Münster
Paulus Dom zu Münster

Der Baumberger Sandstein wird seit mehr als 1.000 Jahren in den Baumbergen bei Münster abgebaut. Seine Blütezeit erlebten der Abbau und die Verbreitung im Mittelalter.

Während der Hansezeit wurde das Material im gesamten nordeuropäischen Raum, vornehmlich in den Niederlanden aber auch bis Südschweden und bis ins Baltikum, als Rohware und fertige Bildhauerarbeit exportiert. Der "westfälische Marmor" wie der Baumberger auch genannt wurde, ist ein Material das seinesgleichen sucht.

 

Gesteinsname: sandiger Kalkmergelstein


Handelsname: Baumberger Sandstein

 

Bestandteile: sehr feinkörniger, mergeliger Kalksandstein von grauer, im verwitterten Zustand gelblicher bis gelbbrauner Farbe mit teilweise geringem Glaukonit- oder Limonit-Anteil, Fossilien.

 

Alter: Oberes Kreidezeitalter oder Campanium, vor 83 bis 72 Millionen Jahren.

 

Vorkommen: Münsterländer Baumberge. Früher aus zahlreichen "Kuhlen" im Raum Nottuln, Billerbeck, Havixbeck abgebaut. Heute gibt es nur noch drei Steinbrüche in den Baumbergen.

 

Verwendung: Massivbaustein, Außenverkleidungen, Bildhauerei.

 

Beispiele: Schloss Münster, Großteil des Doms zu Münster, Rathaus und Friedenssaal Münster, viele Fassaden am Prinzipalmarkt in Münster, viele Schlösser und Kirchen im Münsterland.