Geologie des Sandsteins



Jeder Sandsteinblock hat eine andere Färbung.
Jeder Sandsteinblock hat eine andere Färbung.

Im Nordwesten von Münster erheben sich die Baumberge. Seit dem frühen Mittelalter wird hier der fein- bis mittelkörnige, gelbliche Baumberger Sandstein als Werkstein abgebaut.

Da der Anteil des Minerals Calcit zwischen 50 und 70 Prozent liegt, wird das Gestein richtigerweise als stark sandiger Kalkstein oder Kalksandstein bezeichnet. Der Baumberger Sandstein entstand als marine Ablagerung im oberen Kreidezeitalter, vor etwa 83 bis 72 Millionen Jahren.

Baumberger Sandstein wurde zunächst nur für den Bau von Kirchen verwendet und erst ab dem 14. Jahrhundert zunehmend für Profanbauten genutzt. Für Steinmetzarbeiten wurde der Baumberger Sandstein weit über das Münsterland hinaus genutzt. Lieferungen in viele Städte im norddeutschen Raum und sogar bis in die Niederlande, Skandinavien und ins Baltikum, sind bis ins Mittelalter und bis in die Frührenaissance nachweisbar. Gegenwärtig sind noch drei Steinbrüche in den Baumbergen in Betrieb.

 

Durchschnittliche technische Werte:

  • Rohdichte: 2,18 kg/dm³
  • Biegezugfestigkeit: 11 N/mm²
  • Druckfestigkeit: 50 N/mm²
  • Wasseraufnahme: 6,4 Gew.-%
  • Abriebfestigkeit: 26,4 cm³/50cm²
  • bedingt frostbeständig